Geschichte

Die Gegend um Moustiers war schon immer bewohnt, wie in der Umgebung entdeckte Spuren menschlicher Besiedelung von vor 30.000 Jahren zeigen.

Jedoch erst im 5. Jahrhundert wurde der heutige Standort des Dorfes richtig eingenommen, als sich die Mönche des Klosters von Lérins in den Tuffsteinhöhlen niederließen und ein Mönchskloster gründeten. Dieses Mönchskloster war auch Namensgeber für den Ortsnamen Moustiers (im Mittelalter "Monasterio" genannt).

Ein ort des Geistes

Die Kapelle Notre-Damede-Beauvoir, die einen Wallfahrtstempel ersetzte, der genau an dieser Stelle schon im Jahr 470 errichtet worden war, ist ein Zeugnis für den fortwährenden sakralen Charakter des Dorfes. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Ort Ziel umfassender Pilgerreisen.

Eine entwicklung in historischen sprüngen

Durch die Invasion der Mauren im 10. und 11. Jahrhundert ließen sich die Bewohner der Umgebung zum eigenen Schutz wieder in die Berghöhlen zurückdrängen. Im 12. und 13. Jahrhundert jedoch wurden Befestigungsanlagen und Häuser errichtet, während am Gebirgsfluss Adou Mühlen aufgebaut wurden. Mit der Entwicklung der sich der Wasserkraft bedienenden Gerbereiindustrie (Gerberei, Papiererzeugung, etc...).

Im Laufe des 16. Jahrhunderts erfuhr das Dorf seinen wirtschaftlichen Aufschwung. Allerdings zerstörten zu Beginn des 17. Jahrhunderts verheerende Unwetter die Infrastruktur, sodass das Dorf nochmals weitgehend entvölkert wurde.

Ende des 17. Jh. bis 19. Jh. : Aufblühen der Fayencekunst. 1927, Marcel Provence regt den Wiederaufschwung der Fayencen-Herstellung an.

Heute, Moustiers zählt mehr als 700 Einwohner. Die Wirtschaft des Dorfs ist geprägt vom Tourismus und der traditionellen Fayencen-Herstellung.


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