Historisches Erbe

Verdon

Die Pfarrkirche

Die Kirche, die 1913 als historisches Baudenkmal eingestuft wurde, stellt stolz ihren alten langobardischen Glockenturm zur Schau, der zu den schönsten in der Provence gehört. Im 12. Jahrhundert errichtet, gehörte der Glockenturm damals zu den drei in Europa bekannten schwingenden Glockentürmen. Das in derselben Epoche erbaute romanische Kirchenschiff ist ein fünfteiliges Tonnengewölbe-Kirchenschiff. Der damalige Hauptprior, Pierre de Pratis, ordnete 1536 die Vergrößerung der Kirche an; dabei wurde die Kirchenschiffachse außer Acht gelassen. Beim heutigen Altar handelt es sich um einen Sarkophag aus dem 4. Jahrhundert aus weißem Marmor, der den Durchgang durch das Rote Meer symbolisieren soll.

Die Kappelle Notre-Dame de Beauvoir

Nach dem Erklimmen der 262 (früher sogar 365) Stufen einer Felsentreppe kommt der Besucher in der Kapelle an, die das Dorf überragt. Die kleine Kapelle wurde Ende des 12. Jahrhunderts auf
den Überresten eines im 5. Jahrhundert errichteten Marientempels gebaut. Als eine gelungene Kombination romanischen und gothischen Baustils umfasste die Kapelle ursprünglich zwei Tonnengewölbeschiffe,
von denen eine das heutige Hauptschiff darstellt, während die beiden anderen Kirchenschiffteile sowie der gothische Chor erst 1536 angebaut wurden, also in dem Jahr, das im Triumpfbogen eingemeisselt ist. Die Kapelle Notre-Dame-de-Beauvoir wurde 1921 als historisches Baudenkmal eingestuft.

Die Kapelle Sainte-Anne die Befestigungsmauern

Diese kleine Kapelle wurde im 16. Jahrhundert aus den Steinen der
Türme und Befestigungsmauern errichtet, die dem Schutz des Stadtteils Paillerols dienten. Später wurde die Anlage noch um den Dorffriedhof erweitert.

Das Aquädukt

Die Überreste des Aquädukts, das den Gebirgsfluss Adou überspannte, um das Quellwasser stromabwärts zu den Mühlen zu leiten, dient heute nur noch als Zeuge der Bewässerungsanlagen.

Die Befestingungsmauern

Die Felsklippen, auf denen das Dorf angelegt worden ist und die es beherrschten, stellten einst eine natürliche Verteidigungslinie dar. Dennoch suchte Moustiers wie zahlreiche andere mittelalterliche Ortschaften hinter Befestigungsmauern Schutz.

Die Brunnen

Wie in jedem anderen typischen Dorf in der Provence befinden sich auf den Gassen von Moustiers Trinkwasserbrunnen, an denen sich die Menschen und die Tiere erfrischen konnten. Auf den kleinen Plätzen findet der Besucher wundervolle steinerne Waschtröge, die früher von den Wäscherinnen genutzt wurden.